Tränensäcke sind ein häufiges Zeichen von Alterung oder Müdigkeit und lassen Menschen müde und älter aussehen. Um dem entgegenzuwirken, bietet die Schönheitschirurgie zwei Hauptmethoden an: die traditionelle Tränensackentfernung und die modernere Fetttransplantation (auch Eigenfetttransplantation genannt). Beide Verfahren können Tränensäcke beseitigen, unterscheiden sich jedoch grundlegend in ihren Prinzipien, Wirkungen und Indikationen.
✅ Traditionelle Tränensackentfernung: Direkte Entfernung durch Absaugung
Die traditionelle Tränensackentfernung, ob mit innerem oder äußerem Schnitt, basiert auf dem Prinzip der Fettabsaugung – überschüssiges Fett wird direkt aus den Tränensäcken entfernt.
• Prinzip: Der Chirurg lokalisiert die hervorstehenden Fettpolster durch einen Schnitt (meist in der Bindehaut oder unter den Wimpern des Unterlids) und entfernt sie dann teilweise oder vollständig.
• Vorteile: Der Eingriff ist relativ einfach und direkt und beseitigt die Tränensäcke schnell.
• Einschränkungen: Diese Methode entfernt zwar Fett, behebt aber nicht das Problem der Tränenrinnenvertiefung. Wird zu viel Fett entfernt, kann dies nach der Operation zu einer übermäßig flachen und eingesunkenen Augenpartie führen, die Tränenrinnenvertiefung sogar verschlimmern und ein sogenanntes „Fettentfernungs-Depressionssyndrom“ auslösen. Zudem wird die lockere orbitale Faszienstruktur nicht effektiv gestärkt.
✅ Fettumlagerung unter den Augen: Strukturelle Rekonstruktion basierend auf einem ausgewogenen Ansatz
Die Fettumlagerung unter den Augen ist ein Verfahren, das die strukturelle Rekonstruktion und die ästhetische Ausgewogenheit betont. Im Mittelpunkt steht nicht die Entfernung, sondern die Verlagerung und das Auffüllen des Fetts.
• Prinzip: Der Chirurg entfernt über einen Schnitt (oft ein minimalinvasiver innerer Schnitt) nicht einfach überschüssiges Fett, sondern verlagert es nach unten und innen, um die Tränenrinnenvertiefung direkt darunter, an der Verbindungsstelle zur Nasenseite, aufzufüllen. Gleichzeitig strafft der Eingriff die lockere Faszie der Orbitalseptum, um ein weiteres Vorwölben des Fettgewebes zu verhindern.
• Vorteile:
• Zwei Vorteile in einem: Beseitigung von Tränensäcken: Der Eingriff beseitigt nicht nur die hervortretenden Tränensäcke, sondern füllt auch die Tränenrinne mithilfe von Eigenfett auf. Das Ergebnis ist ein sanfterer und natürlicherer Übergang unter den Augen.
• Natürlich und langanhaltend: Da das Fett gleichmäßig verteilt und in seiner neuen Position fixiert wird, wirkt das Ergebnis nach der Operation natürlicher und weicher. So werden Tränensäcke und Tränenrinnen gleichzeitig beseitigt.
• Minimales Trauma (interner Schnitt): Dank des internen Schnitts entstehen keine sichtbaren Narben auf der Hautoberfläche, und die Heilung verläuft relativ schnell.
✅ Optimale Lösung: Für Patienten mit sowohl hervortretenden Tränensäcken als auch ausgeprägten Tränenrinnen gilt die Eigenfetttransplantation unter den Augen im Allgemeinen als die idealere und natürlichste Option, da sie beide Hauptanzeichen der Hautalterung unter den Augen behandelt. Bei Patientinnen mit nur geringfügigen Fettansammlungen und intaktem Unterhautgewebe kann eine traditionelle operative Entfernung ausreichend sein.
Unabhängig vom gewählten Verfahren ist eine ausführliche Beratung durch einen erfahrenen plastischen Chirurgen unerlässlich, um den optimalen Behandlungsplan basierend auf Ihrer individuellen Augenstruktur und Ihren Bedürfnissen zu erstellen.
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